Print und Online: Das Voloblog in der ersten Woche
Was bringen Online-Verweise in Print-Artikeln? Oder anders gefragt: Wieviele Menschen schauen sich ein Video an, wenn sie in der Zeitung darauf aufmerksam gemacht werden? Bisher konnten wir die Zahlen nur schätzen. Ist auch ganz klar warum: Entweder tippt man die Adresse in den Browser ein oder man sucht über Google. Außer Umfragen gibt es keine statistische Möglichkeit herauszufinden, wer außerhalb des Netzes wo auf uns aufmerksam gemacht wurde. Deshalb war die Start-Woche des Voloblogs hochinteressant: Wir haben das Blog zunächst nur in Facebook (702 Gefaller), Studi/MeinVZ (4800 Gefaller) und Twitter (695 Follower) beworben. Als am Wochenende dann die Print-Ankündigung erschien, haben wir uns bewusst in den sozialen Medien zurückgehalten. Das Ergebnis: Die Leute, die nach einem Zeitungsartikel an den Rechner gehen und sich dann die Seite anschauen, ist gering im Vergleich zu den Zahlen, die über die sozialen Medien auf uns aufmerksam geworden sind.
| 0-30s | 483 |
| 30-60s | 21 |
| 1-2 min | 29 |
| 2-4 min | 28 |
| 4-6 min | 14 |
| 6-8 min | 9 |
| 8-11 min | 10 |
| 11-15 min | 12 |
| 15+ min | 25 |
Allerdings: Die Zeitungsleser waren dann auch die, die am längsten geblieben sind. Der Großteil der Menschen, die den Links gefolgt sind, waren nach spätestens dreißig Sekunden wieder weg (Kasten rechts). Von acht Minuten bis 15+ sind größtenteils die gewesen, die wir aus Print rübergeholt haben. Die Zahlen beziehen sich übrigens auf die eindeutigen Besucher. Natürlich darf man das nicht generalisieren, da ein Blog ja sowieso netztypisch ist, das die Spanne aber so groß ausfällt, hat mich etwas überrascht.
Was wir daraus lernen: Es ist schwierig Menschen das Medium wechseln zu lassen. Beziehungsweise: Es muss die Leser schon extrem interessieren. Das führt aber auch gleich zu einem anderen Thema: Was erwarten die Leser von Lokalzeitungen, die im Netz unterwegs sind? Bei StudiVZ gibt es gerade ein recht plakatives Beispiel: Wir haben uns entschieden pro Tag ein buntes Thema zu teasern. Was dazu geführt hat, dass (nicht nur) ein Nutzer gesagt hat:
wenn man nur nach euren buschfunknachrichten geht, leben in göttingen viele irre
Wir wollen uns ändern, versprochen.



viele irre… soso…